FANNY SMITH INTERVIEW

Auf dem sehr technischen Skicross-Kurs im Schwedischen Idre erkämpfte sich Perspactives Botschafterin Fanny Smith den dritten Platz im elften Saisonrennen. Was sie zu Strecke, dem Trainingsalltag und zu den Zukunftsaussichten ihres Sports sagt, lest ihr hier!

Hallo Fanny, herzlichen Glückwunsch zu deinem dritten Platz in Idre! Bist du zufrieden? Hast du so ein super Ergebnis erwartet?

Natürlich freue ich mich immer auf dem Podium zu landen! Das ist es ja auch wofür ich jeden Tag im Jahr arbeite und trainiere. Ich bin also sehr zufrieden. Wegen dem Streckenaufbau war es ein hartes Rennen, aber ich bin gut damit zurechtgekommen. Es gab diesen langen Abschnitt mit vielen dynamischen und großen Elementen, also hätte jeder noch so kleine Fehler große Auswirkungen gehabt. Es war also letztendlich umso befriedigender auf dem Podium zu landen.

Der Sport Skicross scheint jedes Jahr ein wenig zu wachsen. Kannst du dir das erklären?

Ich glaube für die Fans ist es spannend anzuschauen. Selbst Leute, die nicht persönlich Ski fahren, verstehen den Sport sofort. Wer an der Ziellinie führt, gewinnt das Rennen. Es gibt keine Stoppuhr und keine Jury. Es erinnert mich an Kinder die sagen: „Wer zuerst am Auto ist, gewinnt!“ Jeder versteht das Konzept und wenn man vier von uns nebeneinander die Strecke runterbrettern sieht, macht das glaube ich einfach Spaß.

Glaubst du, dass das Interesse an Skicross weiterhin wachsen wird?

Ja natürlich, das hoffe ich. Aber die Zeichen stehen gut. Die Leute scheinen Gefallen daran zu haben unseren Sport zu verfolgen und jedes Jahr kommen mehr Fans. Das ist toll!

Was hat es mit dir und den großen Sprüngen im Skicross auf sich?

Es ist das Adrenalin! Je größer die Sprünge sind, desto mehr Spass habe ich und desto mehr Adrenalin ist dann im Spiel. Skicross wurde auf solchen Strecken wie in Idre erfunden. Mit den großen Hindernissen ist es eine großartige Show, die den Sport für die Zuschauer interessant macht. Wir als Sportler müssen verstehen, dass die Unterhaltung für die Fans Teil des Rennens ist. Viele Strecken haben heutzutage kleinere Sprünge und so freue ich mich immer wieder auf Strecken wie die in Idre.

Abgesehen vom Skicross, würdest du gerne mal einen Big Air springen? Oder würdest du dann doch lieber die Halfpipe ausprobieren?

Neben Skicross gibt es für mich hauptsächlich nur noch Freeride. Ich trainiere manchmal in der Halfpipe aber ich versuche keine Tricks, um mich nicht zu verletzen. Ich bin früher auch Slopestyle gefahren und fahre heute noch große Sprünge, aber auch hier ohne Tricks. Das Risiko mich zu verletzen möchte ich nicht eingehen. Wenn ich aber unverwundbar wäre, würde ich sehr gerne mehr Halfpipe fahren!

Was sind deine Pläne für die nächsten Wochen? Ob nun auf der Piste oder abseits davon?

In den nächsten zwei Wochen habe ich noch zwei weitere Weltcup-Rennen, eines in Russland und eines in China. Am 18. März ist dann die Weltmeisterschaft in Sierra Nevada, also werde ich bis dahin mit Training beschäftigt sein. Das fällt täglich an, ob auf dem Schnee oder im Fitnessstudio. Oder ich trainiere für einzelne Rennabschnitte, wie zum Beispiel einen guten Start. Es wird ein anstrengender Monat. Ich freue mich also sehr auf meine Freunde und Familie, auf Relaxen am Ende der Saison, wenn ich erst einmal wieder nach Hause komme.

Vielen Dank!