RECAP: GEHRIG TWINS BEIM ZWEITEN RENNEN DER EWS

Beim zweiten Rennen der Enduro World Series in Tasmaninen hatten die Gehrig Twins mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen und das Glück war diesmal leider auch nicht auf ihrer Seite. Was genau passiert ist und wie das Rennen ausging, erfahrt ihr hier im Recap von Anita & Caro.

„Die Geschwindigkeit war vorhanden, aber das Unglück schlug grad doppelt zu. Als wir Anfang der Woche von einigen Locals gehört hatten, dass für Sonntag Regen angesagt war, konnten wir es kaum glauben. Das hatten wir doch erst kürzlich schon! Während den beiden Trainingstagen auf den super schönen Trails in Derby fanden wir beste Bedingungen vor. Einige Sektionen glichen zwar schon eher einem tiefen Sandkasten, aber besser als Regen gefiel uns das allemal. Mehrere der Stages beinhalteten einige lange Rockslabs sowie technische Felspassagen und die loosen Bedingungen vereinfachten die Sache nicht wirklich.

Sieben kurze aber knackige Stages, 64km und 1600hm, mit einer geschätzten Overall-Zeit von rund 20 Minuten standen auf dem Menü und es war klar, dass es ein intensiver Renntag werden würde. Im Training hatten wir Gefallen an den vielen technisch-schwierigen Sektionen sowie den grossen Sprüngen gefunden und wir fanden schnell die richtige Geschwindigkeit. Vor allem Caro konnte es kaum erwarten in Tasmanien zu racen! Endlich wollte sie die Katze aus dem Sack lassen und allen beweisen, dass sie das Zeug für einen Podiumsplatz hat.

Wie vorausgesagt, starteten wir das Rennen am Sonntag im strömenden Regen. Der Niederschlag veränderte die Bedingungen sehr, aber hielt uns nicht davon ab hart zu attackieren. Caro zeigte eine starke Leistung und fand sich vor der Mittagspause auf der dritten Position wieder. Anita war ab der dritten Stage mit Bremsproblemen stark eingeschränkt und verlor die Hinterbremse in den letzten Stages komplett. Anita liess sich nicht unterkriegen und machte das Beste daraus, um zumindest noch ein paar Punkte für das Overall-Ranking sichern zu können.

In der zweiten Hälfte des Rennens attackierte Caro weiter und zeigte ihre wahrscheinlich bis dato beste Rennleistung. Dann ging es plötzlich drunter und drüber, ihr Ersatzschlauch der am Rahmen festgemacht war, löste sich und wickelte sich ins Vorderrrad. Von 100 auf 0, steht Caro am Trailrand und versucht die Situation in den Griff zu bekommen. Mit dem Zwischenfall geht nicht nur eine Menge Zeit verloren, sondern wohl auch das erste Podium. Es sollte wohl einfach noch nicht sein… aber hoffentlich bald!

Caro beendet das Rennen trotzdem noch auf einem respektablen 7. Rang und Anita kämpfte sich ihren Weg mit den mechanischen Schwierigkeiten zum 19. Rang.

Die Zwillinge sind hungrig auf mehr und sind in rund vier Wochen zurück auf dem Track für die EWS #3 in Madeira, Portugal!“