DIE GEHRIG TWINS BEIM EWS STOPP AUF MADEIRA

Für den dritten Tourstopp der Enduro World Series ging es für Anita und Caro auf die wunderschöne Atlantik-Insel Madeira. Dort warten atemberaubende Landschaften, wechselhaftes Klima und exotische Früchte auf die Besucher – nicht umsonst wird Madeira auch „das Hawaii Europas“ bezichnet. Wir haben uns mit den schnellen Zwillingen über ihren Trip unterhalten!

Madeira geniesst einen sehr guten Ruf in der MTB-Szene, selbst waren die Gehrigs aber noch nie vor Ort. Die Trails auf der Insel bieten alles: felsige Singletrails, flowige Vollgaspassagen, handgeshapte Anlieger und Sprünge, kleine „Tunnel“ aus Lorbeerbäumen – you name, they got it!

Die Insel ist sehr klein, geht dafür aber auf fast 2.000m hoch. Tiefe Täler und der Antlantik aussenrum sorgen dafür, dass das Klima und somit der Untergrund teilweise alle 500m anders sind. Wenn dann noch ein paar harte Stürze gleich zu Beginn des Rennens dazukommen, ist es natürlich schwer den richtigen Flow zu finden.
Am Ende reichte es für die beiden für die Plätze 7 (Caro) und 8 (Anita). Einen ausführlicheren Rennbericht gibt es bei den Kollegen von mtb-news.de!

Wir haben den beiden noch ein paar Fragen zum Drumherum gestellt und sie haben uns auch ein paar Fotos mitgebracht.

 

Schön, dass ihr wieder da seid! Der Flughafen von Madeira gilt ja als einer der gefährlichsten der Welt. Hattet ihr Bammel? Und wie war die Landung?

 Ja, ehrlich gesagt hatten wir schon etwas Bammel. Wir hatten den Fehler gemacht und uns ein paar Youtube fail Videos vom Flughafen Madeira angeschaut. Beim Anflug sieht man dann unten sozusagen nur eine grosse Brücke die als Landebahn dient. Auf der Insel hat es sonst kaum irgendwo eine genügend lange gerade Fläche auf der man eine Landebahn bauen könnte, darum musste man das halt so bauen! Unsere Landung und Take off waren am Ende aber total smooth glücklicherweise.

Blieb denn auch ein bisschen Zeit, um die Insel abseits der Trails kennenzulernen? Zum Beispiel die Hauptstad Funchal oder die Schlittenfahrer von Monte?

Die Zeit war leider etwas knapp um die Insel und ihre Schönheit so richtig zu erkunden, aber wir haben es immerhin noch nach Funchal geschafft und dort den lokalen Früchte- & Gemüsemarkt ausgecheckt. Passionsfrüchte in allen erdenklichen Varianten (Kreuzungen mit Limette, Tomate, Banane) gab es dort. Wir haben sie alle probiert, lecker!! 😉

Zum Schlittenfahren hat’s leider nicht mehr gereicht, aber wir hörten, dass es ziemlich viel Spass macht!

 

Madeira ist ja auch bekannt für leckeres Essen wie den Schwarzen Degenfisch mit Banane oder Espetadas, die riesigen Fleischspiesse. Außerdem gibt es unzählige Früchte, die man von zu Hause gar nicht unbedingt kennt. Seid ihr da auch in Probierlaune oder wagt man im Rahmen von so einem Rennen lieber keine Experimente? Wie sieht allgemein eure Ernährung an so einem Wochenende aus?

Bei den Passionsfrüchten sind wir all in gegangen… 😉 Wir sind definitiv eher experimentierfreudig unterwegs und versuchen die lokalen Köstlichkeiten wenn auch immer es geht zu kosten. Kurz vor dem Rennen sollte man gewisse Dinge aber eher vermeiden, um kein Risiko einzugehen. Sushi z.B. essen wir dann nicht mehr sondern nur noch gekochten Fisch. Sonst sind wir da aber nicht so heikel. Bei der Ernährung während den Trainings- & Renntagen schaut man hauptsächlich darauf genügend Energie wieder zuführen zu können. Bei einem Renntag kann man gut mal 3.500 Kalorien verbrennen und diese wieder aufzunehmen ist schon fast eine Herausforderung.

Auf das schauen wir am meisten:

  • Genügend Wasser trinken, mind. 2-3 Liter
  • Winforce Proteinshake direkt nach der Belastung
  • Genügend Kohlenhydrate essen, aber nicht nur „leere“ wie Pasta, sondern eher Kartoffeln, Vollreis, Bulgur & co
  • Viel buntes Gemüse & Obst
  • Gute Fette aus Nüssen
  • Etwas Proteine aus Hülsenfrüchten, Hähnchen, Fisch
  • Schoggi für die gute Laune 😉

 

Geliebt und gefürchtet ist der Poncha! Was genau ist das und wie viele habt ihr getrunken?

Ohh, ja der Poncha… Das ist die lokale Spezialität und eine Mischung aus Zuckerrohrschnaps, Zitronen- & Orangensaft und Honig. Mit dem haben wir am Anreisetag bereits Erfahrung gemacht und da schon bemerkt, dass das Zeug heimtükisch ist und uns am Sonntag bei der Race After Party zum Verhängnis werden könnte… Poncha geht direkt ins Blut! Also ein paar (oder ein paar zuviele) waren es am Ende wohl schon.

 

Was ist eine größere Gefahr für das Rennen: nasse Wurzeln oder der Poncha vom Vorabend?

Am Vorabend gibt’s keinen Poncha mehr, also ist es wohl eher an den nassen Wurzeln gelegen…

 

In zwei Wochen geht es schon weiter mit dem nächsten EWS Stopp in Irland. Wie verbringt ihr die Zeit bis dahin?

Wir sind zu Hause in Flims und bereiten uns hier auf das nächste Rennen vor. Endlich ist der Frühling auch hier angekommen und nun haben wir auch hier optimale Bedingungen.

 

Was habt ihr euch für das Rennen vorgenommen und warum läuft es in Irland besser als auf Madeira?

Für Irland nehmen wir uns auf jeden Fall einiges vor. Mindestens eine von uns sollte es dort auf das Podium schaffen, das ist unser Ziel! In Irland sind wir beide in den letzten Jahren immer sehr gut gefahren. Die Strecken dort liegen uns sehr und spielen uns mit den vielen physischen Abschnitten sehr in die Karten. Die Tausenden von Zuschauern an den Strecken dort pushen uns auch unglaublich! Wir können es kaum erwarten!

 

Wir wünschen auf jeden Fall viel Spass und Erfolg auf der nächsten Insel!